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Fassade - Niederkrüchten-Elmpt

Restauratorische Fassadeninstandsetzung

Stein- und Fugenbearbeitung

  • Geschädigte Einzelsteine wurden erschütterungsarm mittels oszillierender Schwingsäge aus dem Mauerwerksverband herausgetrennt
  • Ausbauräume flankenrein, mittels ölfreier Druckluft und/oder Trocken-Partikelstrahlen, gereinigt und mattfeucht vorgenässt
  • In Art und Struktur ähnliche oder unbelastete einzelne Ziegelsteine in die vorbereiteten Ausbauräume mit Trasskalk verbandgerecht eingebaut
  • Die Sichtfugen wurden flankenfrei ausgekratzt und mit den anhand von Probeflächen rezeptierten Mörtel erneuert
  • Die Nachreinigung der bearbeiteten Fassade erfolgte mit Wasserstrahlen im Niedrigdruckverfahren
  • Die Anschlussfugen im Ziegelsteinmauerwerk mittels DIA-Trockentrennschnitte V-förmig bis 3 cm tief nach oben-innen aufgeweitet und oberhalb des Verlaufes ausgebaut.
  • Die Ausbauräume mit Mörtelergänzungen an den Flanken und im Hintergrund egalisiert und mittels Ausblasens mit ölfreier Druckluft gereinigt
  • Anschlussfuge oberhalb der bauseitig mit Walzblei abgedichteten Abdachungen mit entfetteter, gedüster Bleiwolle verstopft, bis nahe zur Bleirohrdichte verdichtend verstemmt und mit Patinieröl zur Vermeidung von Weißbleibildung nachgearbeitet
  • Die nicht sanierbaren Dachunterkonstruktionen abgebaut und neue Konstruktionen aus vorbehandeltem Konstruktionsvollholz hergestellt und mit dem Mauerwerk mittels Anker ohne Sprengwirkung verbolzt
  • Flankierend war ein Teil des Mauerwerks abzunehmen und zu erneuern
  • Öffnung des Mauerwerks am unteren Abortschacht als Zugang für die nachfolgende Abfangung der inneren Schachttrennmauer hergestellt. Die Öffnung mit den gewonnenen Steinen und zum Teil zugelieferten Steinen mit Trassmörtel wieder vermauert
  • Einbau eines Betonfertigteilsturzes zur dauerhaften Abfangung der Trennmauer und Eckverklammerungen am oberen Schachtmauerwerks mit Edelstahl-DW-Ankern überschneidend eingebaut. Jede Klammerung besteht aus zwei sich übergreifenden Ankern je 1,60 m Länge
  • Die Balkenköpfe an der Nord-West-Ecke wurden bis auf die gesunde Substanz behutsam abgenommen, Abstandsleisten 3/6 cm aus Eichenholz am Bestand befestigt, oberseitig und an den Flanken mit einer Kappe aus Walzblei versehen und oberhalb der Kopfhölzer in die Lagerfuge des Mauerwerks eingelassen. Abschließend wurde die Einlassung ebenfalls mit gedüster, fettfreier Bleiwolle verstemmt
  • An den abhängenden Flanken wurde die Schutzkappe mit Einkantungen als Tropfkante ausgebildet
  • Zur Vermeidung von Bleiweißbildung wurden auch hier die Bleioberflächen mit Patinieröl nachgearbeitet